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"500 Jahre getrennt sein ist genug – wir gehen gemeinsam" 

von Christina Müller

Ganz neu, der Ökumeneweg in Hagsfeld / Eröffnung am Ostermontag, 17. April

(Karlsruhe, 11. April 2017) Die Begeisterung ist spürbar, heute Vormittag im Laurentiuscafé in Hagsfeld, die Begeisterung für den Ökumeneweg im Stadtteil, der am Ostermontag feierlich eröffnet wird. "Ursel Wiederkehr hat die Idee aus dem Urlaub mit hierher gebracht", erklärt Siegfried Weber, Pfarrer der Laurentiusgemeinde. In der fränkischen Schweiz, in der Nähe von Bamberg, sei sie gewesen, mit ihrem Mann und dem 14jährigen Sohn und habe dort den fränkischen Jakobsweg kennengelernt. "Menschen haben hier ihren Glauben nach außen getragen und das hat mich beeindruckt", sagt Wiederkehr. Vor rund neun Monaten hat die engagierte Ehrenamtliche aus der Bruder-Klaus-Gemeinde mit Siegfried Weber gesprochen, der genauso begeistert war und schnell stand fest: wir möchten auch einen solchen Pilgerweg hier in Hagsfeld. "Und dass dies ein Ökumeneweg sein soll war uns von Beginn an wichtig", erklären der Pfarrer und Sebastian Kijas, Pastoralreferent.

Schnell bildete sich das Projektteam, dem fünf Personen angehören, die den 4,5 Kilometer langen Weg planten, Ideen sammelten, sich intensiv mit dem Thema beschäftigten. Und auch das Motto 2500 Jahre getrennt sein ist genug – wir gehen gemeinsam", legten sie fest. "Das ökumenische Miteinander hier in Hagsfeld ist sehr gut", sagt Kijas und Siegfried Weber ergänzt: "Wir sind miteinander auf dem Weg; wir sind noch nicht am Ziel und wir stehen hier als Familie; ob jemand evangelisch oder katholisch ist, spielt keine Rolle." Der Hagsfelder Ökumeneweg sei ein Beitrag im Reformationsjubiläum und bringe gute Gedanken zu den Menschen, machen beide noch einmal deutlich.

Die fast fünf Kilometer lange Strecke ist festgelegt, eine Route wird vorgeschlagen, man kann aber auch einzelne Stationen besuchen und den Weg selbst festlegen. Die Wanderer kommen an sehr belebten Standorten als auch an eher abgelegenen vorbei, und bleiben dann an den Stelen stehen, auf denen Texte zu lesen und Bilder zu sehen sind. "Es sind insgesamt 15 Stelen und viele Menschen haben hier mitgearbeitet und mitgedacht, das ist ein großes Geschenk", sagt Sebastian Kijas. Aus über 50 Quellen hat das Projektteam ausgewählt: aus der Bibel, von bekannten Autoren, und vielem mehr. "Es war gar nicht so leicht die Auswahl für die 15 Stelen zu treffen", lacht Ursel Wiederkehr. Die Ideen seien dann nach und nach gewachsen und Siegfried Weber freut sich dass es auch gelungen ist örtliche Firmen mit der Begeisterung anzustecken. "Wir haben hier große Unterstützung bekommen", betont er. Ein Jahr lang, bis Ostern 2018, werden die 15 Stelen Kirche und Gemeinde in den Ort bringen. Das geschieht durch die jeweiligen Gedankenimpulse und einem von Gemeindegruppen oder Gemeindegliedern gestalteten Bild, das auf den Stelen zu sehen ist.

Für den Ökumeneweg wurde ein Begleitheft erstellt, mit dessen Hilfe man den Weg intensiver entdecken kann. Jede Stele hat auch einen QR-Code, über den ausführliche Informationen über Texte und Bilder abgerufen werden können.
Die Einweihung des Ökumenwegs, den es so bisher in Deutschland wohl noch nicht gibt, wird am Ostermontag, 17. April in einem "Weg-Gottesdienst" erfolgen. Er beginnt um 9.15 Uhr in der Bruder-Klaus-Kirche in der Waldeckstraße und führt dann über vier Stationen in den Hoffnungspark bei der Laurentiuskirche, wo es zum Abschluss einen Empfang mit Imbiss gibt.

Die beiden Dekane der Evangelischen und Katholischen Kirche, Thomas Schalla und Hubert Streckert, gestalten diesen Gottesdienst mit.

Alle Informationen zum Ökumeneweg in Hagsfeld finden Sie unter www.oekumeneweg.de

Mit Herzblut und Begeisterung haben sie das Projekt "Ökumeneweg" in Hagsfeld geplant und umgesetzt. Sebastian Kijas, Pastoralreferent, Ursel Wiederkehr, Silke Kolodziej und Pfarrer Siegfried Weber (v.l.n.r.). Zum Projektteam gehört auch Werner Kiener, der beim Pressetermin heute Vormittag nicht dabei sein konnte.

Text: Christina Müller, Öffentlichkeitsarbeit, Evangelische Kirche in Karlsruhe und Tobias Tiltscher, Öffentlichkeitsarbeit, Katholische Kirche im Dekanat Karlsruhe

Foto: Christina Müller

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