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Zivile Konfliktbewältigung statt Waffenexporte: Podium mit Landesbischof zum Thema "Frieden geht"

von Christina Müller

Am Montag, 14. Mai im Neuen Ständehaus Karlsruhe

Karlsruhe, (09.05.2018). Im Vorfeld des bundesweiten Staffellaufs "Frieden geht" gegen Rüstungsexporte diskutieren der badische Landesbischof, Jochen Cornelius-Bundschuh, und Hans-Christof Graf von Sponeck, früherer UN-Diplomat und Schirmherr des Staffellaufs, am Montag, 14. Mai um 19.30 Uhr im Neuen Ständehaus in Karlsruhe mit weiteren Expertinnen und Experten unter dem Motto "Frieden geht? – Frieden geht!".

Die Podiumsdiskussion geht der Frage nach, wie zivile anstatt militärische Konfliktlösungen den Vorzug erhalten können. Sie greift dafür deren politische Voraussetzungen mit Blick auf die Vereinten Nationen und völkerrechtliche Grundlagen sowie die Interessen der Weltmächte auf. Auf dem Podium spricht außerdem die ehemalige Europaabgeordnete und Karlsruher Bürgermeisterin Heinke Salisch. Moderiert wird das Podium von SWR2-Moderatorin Ursula Nusser. Die Bedeutung der Friedenspositionen der Kirchen und von zivil- gesellschaftlichen Interventionen wird diskutiert. Die Evangelische Landeskirche in Baden hatte bereits am 30. April ein von ihr entwickeltes ziviles Sicherheitsszenario für das Jahr 2040 vorgestellt.

Die Veranstaltung findet im Vorfeld des Staffellaufs "Frieden geht" statt, der vom 21. Mai bis 2. Juni von Oberndorf, dem Sitz des Waffenherstellers Heckler & Koch, über Furtwangen, Lahr, Karlsruhe, Mannheim nach Frankfurt und von dort über Kassel und Thüringen nach Berlin führt. Bislang liegen bereits rund 600 Anmeldungen für den Lauf mit insgesamt mehr als 1000 Kilometern vor. Der Koordinationskreis für den Staffellauf, dem 17 Organisationen, darunter die Evangelische Landeskirche in Baden, angehören, will damit die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Bundesrepublik Deutschland als weltweit bedeutender Rüstungsexporteur lenken.

Darüber, "Wie Deutschland und Baden-Württemberg vom Krieg profitieren", informiert Buchautor und Rüstungskritiker Jürgen Grässlin, am Donnerstag, 17. Mai, um 19 Uhr im IBZ Karlsruhe, Kaiserallee 12 d. "Mit deutschen Waffen werden schwere Menschenrechtsverletzungen verübt, Millionen von Menschen in die Flucht getrieben oder getötet", betonen Stefan Maaß von der Arbeitsstelle Frieden der badischen Landeskirche und Gisela Konrad-Vöhringer von der Gesellschaftspolitischen Initiative Norbert Vöhringer e.V.. Dagegen wende sich der bundesweite Staffellauf "Frieden geht".

Der Staffellauf kommt am Mittwoch, 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, in Karlsruhe an, um 19 Uhr ist eine Veranstaltung, unter anderem mit dem Journalisten und Menschenrechtsexperten Andreas Zumach, auf dem Hermann-Levi-Platz am Staatstheater geplant. Am Donnerstag morgen, 24. Mai, geht der Staffellauf weiter in Richtung Mannheim.

Die detaillierte Information zu allen Aktionen und Veranstaltungen finden Sie auf www.frieden-geht.de unter Mitmachen.

Presseinformation der Evangelischen Landeskirche in Baden vom 9. Mai 2018

Quelle: RüstungsInformationsBüro e.V. Freiburg

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