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Schwerpunkt der Seelsorgearbeit in der Klinikseelsorge beim Einsatz in der Kinderonkologie und der Palliativstation am Städtischen Klinikum Karlsruhe

von Beate Lessle-Rauter

Seit Beginn meiner Tätigkeit als Seelsorgerin im Städt. Klinikum Karlsruhe bin ich in der Kinder- und Frauen-Klinik tätig. Vor allem die Versorgung der Kinderintensiv-Frühgeborenenstation und der onkologischen Station nimmt viel Zeit in Anspruch. Die nächsten Kliniken mit diesem Aufgabengebiet sind Heidelberg, Freiburg und Tübingen. Das bedeutet, daß wir in Karlsruhe Frühgeborene mit allen Risiken und Kinder, die onkologisch erkranken, aufnehmen, die aus einem weiteren Einzugsgebiet als nur Karlsruhe und Umgebung kommen. Deren Behandlung dauert in der Regel 3 bis 10 Monate.

In der Frauenklinik kommt es vor allem bei der Begleitung von Eltern, die ein Kind verloren haben (Geburt muß eingeleitet werden) oder die Schwangerschaft abbrechen müssen/wollen, zu unvorhersehbaren „Noteinsätzen“.

In den letzten Jahren hat sich der Einsatz in der onkologischen Kinderstation und auf der Palliativ-Station im Erwachsenenbereich stark entwickelt und fordert viel Anwesenheit. Dazu kommen tagsüber häufige Rufe in die Kinderintensiv-Station (neben Frühgeborenen geht es dabei auch um Unfallkinder, behinderte Kinder, auch immer wieder Kinder aus dem onkologischen Bereich) und die Rufbereitschaftsdienste nachts und am Wochenende für die gesamte Klinik. 

Die Schwerpunktarbeit in der Kinderonkologie sind schon  - bzw. könnten öfter sein: Durch Besuche am Wochenende, wenn die „Papas“ bei ihren Kindern sind, die Gesamt-Familien besser kennenzulernen  oder mal an Abenden ein Angebot für eine Elterngruppe zu machen, wenn die Kinder schlafen. Auch besteht hin und wieder das Interesse von Eltern und Kindern, sie nach der Behandlung auch zuhause zu besuchen.

Im Sterbe/Todesfall kommt es ebenfalls vor, dass eine Begleitung durch die Klinikseelsorge am Wohnort der Familien (bis hin zur Beerdigung eines Kindes) gewünscht wird. Diesen Wunsch zu erfüllen ist bisher vor allem eine Zeitfrage.

Außerdem besteht mittwochs die Möglichkeit, im Wartebereich vor dem Labor und in der Kinderambulanz den Kontakt zu den „Ehemaligen“ zu halten, die zwar nicht mehr stationär, aber immer noch in Behandlung sind.

Auf obengenannten Stationen finden Teambesprechungen statt, zu denen neben anderen Mitarbeiterinnen aus psychosozialen Berufen auch die Seelsorge gehört. In der Kinderonkologie sind das montags ca. 30 (und, ja nach Bedarf, kurze oder längere Besprechungen mit der Kinderpsychologin), in der Palliativstation dienstags, ca. 90 Minuten. 

Zweimal im Jahr wird von der Seelsorge ein Gedenkgottesdienst für die Angehörigen von Verstorbenen der Palliativ-Station vorbereitet und mit den Mitarbeitenden des Teams gestaltet. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zur Begegnung bei einem kleinen Imbiss. 

Für diese Station ist es schön, sonntags nach dem Gottesdienst Zeit zu haben, Patientinnen und Patienten, die nicht daran teilnehmen konnten, zu besuchen oder, wenn sie es wünschen, ihnen das Abendmahl zu bringen.

 

 

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