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Positive Bilanz für die ViDiA Kliniken Karlsruhe, drei Jahre nach der Fusion

von Christina Müller

Die Kliniken sind derzeit das größte christliche Krankenhaus in Süddeutschland

Im Jahr 2016 wurde die lange geplante Fusion zwischen den St. Vincentius-Kliniken und dem Diakonissenkrankenhaus in Rüppurr vollzogen: Entstanden sind die ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe. Die Vertreter der Klinikgemeinschaft ziehen nun nach drei Jahren eine positive Bilanz.

"Man kann von einer Erfolgsgeschichte sprechen", sagt Hubert Streckert, katholischer Stadtdekan und Vorsitzender des St. Vincentius-Vereins. Dieser Verein und die evangelische Diakonissenanstalt sind die Aktionäre der ViDia Kliniken. "Entstanden ist das größte christliche Krankenhaus Süddeutschlands" , erklärt der Dekan. Er erinnert an die Geschichte der beiden Häuser, die unabhängig voneinander im Jahr 1851 begann: "Die beiden konfessionellen Heilstätten wurden gegründet, um Arme und Kranke in der Stadt zu versorgen", so Streckert. "Die Umsetzung des Gebots der christlichen Barmherzigkeit gehört bis heute zum Leitbild der Kliniken", versichert er.

"In den Kliniken geht es nicht nur um medizinische Versorgung, sondern auch um christliche Nächstenliebe, um Seelsorge", bestätigt auch der evangelische Dekan, Thomas Schalla. Er ist davon überzeugt, dass Spiritualität beim Heilungsprozess immer auch eine Rolle spielt. In diesem Zusammenhang weisen beide Dekane auf die ökumenische Krankenhausseelsorge hin, bei der aktuell 13 Seelsorger beschäftigt sind.

Doppelstrukturen werden aufgehoben

Auch Richard Wentges, Vorstandsvorsitzender der ViDia Kliniken, ist der Meinung, dass die drei gemeinsamen Jahre ein Grund zum Feiern sind. "Natürlich ging es bei der Fusion um medizinische und um ökonomische Gründe, aber auch darum, die christlichen Wurzeln der beiden Häuser in die Zukunft zu tragen", versichert er. Wentges gesteht aber auch ein, dass der Fusionsprozess nicht "friktionslos" abgelaufen sei: "Es stoßen Kulturen aufeinander, und es muss um Lösungen gerungen werden", so Wentges. Aktuell werden in den ViDia Kliniken die Patienten noch an vier Standorten versorgt: im Diakonissenkrankenhaus Rüppurr, in den St. Vincentius-Kliniken Südendstraße und Steinhäuserstraße und in der Marienklinik. Künftig wird es nur noch zwei Standorte geben, nämlich Rüppurr und die Steinhäuserstraße

"Wir werden dann auch Kliniken, die jetzt noch doppelt vorhanden sind, zusammenlegen", erläutert Wentges. Diese Zusammenlegung könne jedoch erst erfolgen, wenn der Neubau in der Steinhäuserstraße fertiggestellt ist. "Aufgrund von Bauverzögerungen, die auch mit der angespannten Situation im Bausektor zu tun hat, werden wir den Neubau jedoch erst Ende nächsten Jahres beziehen können", sagt er. "Alle Doppelstrukturen können aber ohnehin erst mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts aufgehoben werden", erklärte Wentges.

Verzögerungen beim Neubau

Schon jetzt gibt es für manche Kliniken, etwa für die HNO-Klinik, die noch an zwei Standorten betrieben wird, eine Klinikleitung. "Eine räumliche Zusammenlegung scheitert bisher am Platzmangel", so Wentges. "Wir brauchen mehr Behandlungsräume und mehr OP-Säle an einem Ort, wenn alle Patienten dort behandelt werden sollen", erklärt er. Der Vorstandsvorsitzende kündigt auch ein sogenanntes Musculoskeletales Centrum (MSC) an, welches im Neubau eingerichtet werden soll. "Wir werden in diesem Zentrum die Kliniken für Orthopädie, für Unfall-, Handchirurgie und Sportmedizin, sowie die Wirbelsäulentherapie zusammenfassen und somit die gesamte Diagnostik und Versorgung unter einem Dach ermöglichen", sagt Wentges.

Während die medizinischen Bereiche bisher noch an mehreren Standorten betrieben werden, wurden die administrativen Abteilungen auch räumlich zusammengeführt. So ist zum Beispiel die Buchhaltung im Diakonissenkrankenhaus in Rüppurr untergebracht, die Personalabteilung hat ihren Standort in den St. Vincentius-Kliniken. Wentges versichert, dass es aufgrund der Zusammenlegung der verschiedenen Bereiche keine Kündigungen gegeben habe. "Freiwerdende Stellen in der Verwaltung wurden teilweise nicht mehr besetzt", sagt er. Zugleich versichert Wentges, dass es im medizinischen Bereich ohnehin keine Personalreduzierung geben werde.

Autorin: Martina Erhard
Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN)




So wird der Neubau in der Steinhäuserstraße einmal aussehen.



Die Dekane Hubert Streckert (links) und Thomas Schalla (rechts) ziehen drei Jahre nach der Fusion der konfesionellen Kliniken eine positive Bilanz.



Die Baumaßnahmen am Klinik-Neubau schreiten voran.

Fotos/Grafik: Copyright: M. Leidert, ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe

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