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"Frieden geht"

von Christina Müller

Staffellauf gegen Rüstungsexporte

Karlsruhe, (25.04.2018). Deutschland ohne Rüstungsexporte? Ohne Waffenausfuhren, die in Syrien oder der Türkei den Konflikt anheizen? "Geht!", sagen Engagierte der Evangelischen Landeskirche in Baden, die sich seit 2013 für ein klares Bekenntnis zum Frieden engagieren. Und das sagen auch alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Staffellaufs gegen Rüstungsexporte von Oberndorf bis nach Berlin. Am 23./24. Mai ist Karlsruhe Ziel- und Startpunkt.
 
Vom 21. Mai bis 2. Juni brechen mehrere hundert Menschen zu Fuß auf: Ein Staffellauf führt von Oberndorf am Neckar nach Berlin. Damit wollen Kirchen und Nichtregierungsorganisationen auf die tödlichen Folgen deutscher Waffenexporte aufmerksam machen. Etappe für Etappe geht es vorbei an zentralen Orten der deutschen Rüstungsindustrie, unter anderem auch durch die Region Karlsruhe.

Am 23. Mai beginnt die Tagesstrecke in Lahr und führt über Malsch und Ettlingen nach Karlsruhe. Wie bei jeder Etappe lohnt es sich, auch unterwegs an einer der Zwischenstationen einzusteigen. Am 24. Mai startet der Lauf dann am Karlsruher Staatstheater und geht vorbei am KIT Campus Nord, durch Waghäusel, Reilingen, Heidelberg und Ladenburg bis nach Mannheim. Teilweise wird gegangen oder gejoggt, auch Marathonläufer und Radfahrer kommen bis Berlin abschnittsweise auf ihre Kosten. An den verschiedenen Orten erwarten die Teilnehmenden rüstungspolitische Begleitaktionen und Andachten zum Thema. Genauere Informationen und die Anmeldung online unter www.frieden-geht.de

Das Friedensengagement der evangelischen Kirche umfasst militärische und politische Fragen. Aber auch die Wirtschaft ist im Blick: Mehr als 40 Unternehmen und mehrere Forschungsinstitute arbeiten in Baden an Waffen, Munition oder Softwarelösungen, die auch im Krieg zum Einsatz kommen können. Darauf heißt es aufmerksam machen und ein Zeichen setzen. Ab sofort kann der Rüstungsatlas Baden im Evangelischen Oberkirchenrat bei Kiflemariam Gebrewold angefordert werden. (Bestellmails über info@ekiba.de)

Was alles zu einer Welt gehört, die Konflikte nicht mit militärischen Mitteln löst, wurde am 28. April auf einem öffentlichen Studientag diskutiert. Von 9.30 Uhr bis 17 Uhr finden im Gebäude des Evangelischen Oberkirchenrates (Blumenstraße 1-7) Workshops und eine Podiumsdiskussion statt, unter anderem zu den Themen Zivile Konfliktbearbeitung, Friedenstheologie und Rüstungskonversion. Vorgestellt wird auch das Szenario "Sicherheit neu denken", das weg will vom sicherheitspolitischen Fokus auf Militär und Streitkräfte.
 
Doris Banzhaf - Chefin vom Dienst im Zentrum für Kommunikation (ZfK) der Landeskirche

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