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"Offen für Unfassbares" - Ausstellung von Plastiken des Karlsruher Künstlers Elmar Interschick

von Christina Müller

Vom 15. April bis 13. Mai in der Krypta der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe

"Offen für Unfassbares", unter diesem Leitthema steht die nächste Ausstellung in der Krypta der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe (Am Marktplatz), die ab Sonntag, 15. April zu sehen ist. Der Karlsruher Künstler Elmar Interschick stellt seine Plastiken aus, die aus Eisenblechstücken zusammengesetzt und mit Schweißnähten miteinander verbunden sind. Die evangelische Alt- und Mittelstadtgemeinde lädt zur Vernissage ein, die nach dem Gottesdienst, um 11.45 Uhr beginnt.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Mai zu sehen.

Info: Die evangelische Stadtkirche am Markplatz ist mittwochs bis freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

So erklärt Elmar Interschick seine Arbeiten:
"Meine Plastiken sind aus Eisenblechstücken zusammengesetzt, die mit Schweißnähten miteinander verbunden sind. Grundthema ist die menschliche Gestalt, reduziert auf Kopf und Rumpf. Die Plastiken sind als offene Hohlräume konzipiert. Wie ein Gefäß haben manche eine Außen- und eine Innenansicht. Gegenüberliegende Öffnungen ermöglichen Durchblicke durch die Figuren. Diese Transparenz der Skulpturen führt zu einer erweiterten Räumlichkeit – im Gegensatz zu einer kompakten Steinplastik.
Ich mache in einer bestimmten Art Eisenplastiken. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Tätigkeit etwas erahnen lässt, was sich hinter der alltäglichen Welt verbirgt. Vielleicht hängt das mit einer besonderen Art von Offenheit zusammen, die ich bei der Arbeit an den Plastiken erreiche. Ich versuche zunächst Worte und Gedanken, die ständig ins Bewusstsein aufsteigen, zum Schweigen zu bringen. Diese innere Ruhe führt mich zu einem Zustand der Offenheit gegenüber der halbfertigen Plastik und ich kann sie intuitiv vollenden. Ich will der Plastik nichts aufdrängen, sie soll gewissermaßen aus sich selbst heraus entstehen. Auch will ich mit einer Plastik weder etwas ausdrücken noch eine Botschaft vermitteln. Ich habe nur ein Grundthema: die menschliche Gestalt, bei der Kopf und Rumpf zu einer Einheit in der Form gebracht werden sollen. Ich lasse mich nur von der Formgebung, der ästhetischen Gestaltung, leiten, die ich reflektiere. Überrascht stelle ich bei der fertigen Plastik einen bestimmten Ausdruck fest, der gerade deshalb überzeugt, weil ich ihn nicht beabsichtigte. Ich spüre, dass diese Plastiken über sich selbst hinausweisen – auf etwas, das ich nicht näher erklären kann."

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